Green Bond Reporting

"Zug Estates platzierte 2019 als erste Schweizer Immobiliengesellschaft einen Green Bond. Die Angaben zur Mittelverwendung und die Wirkung auf die Umwelt weisen wir jährlich aus."

Zug Estates hat als erste Schweizer Immobiliengesellschaft am 2. Oktober 2019 erfolgreich einen festverzinslichen Green Bond im Umfang von CHF 100 Mio. begeben. Die Laufzeit beträgt sechs Jahre, bei einem Coupon von 0.1% p.a. 

Eckwerte 0.1%-Green Bond (2019-2025)

  • Volumen: CHF 100 Mio.
  • Laufzeit: 6 Jahre (02.10.2019-02.10.2025)
  • Coupon: 0.10%
  • Effektivzins: 0.174%
  • Kotierung: SIX Swiss Exchange AG
  • Valorennummer: 494 734 426

Mittelverwendung

Der Erlös dient der ausschliesslichen Refinanzierung ausstehender kurzfristiger Kredite im Zusammenhang mit der Erstellung dreier Gebäude auf dem Baufeld 1 im Suurstoffi-Areal in Rotkreuz. Die Gebäude, darunter das derzeit höchste Holzhochhaus der Schweiz, umfassen insgesamt 25 000 m² vermietbare Büro- und Gewerbeflächen und erfüllen höchste Nachhaltigkeitsanforderungen mit messbarem ökologischen Nutzen. Die zwei ersten Gebäude wurden im September 2019 fertiggestellt, das dritte im Sommer 2020.

Reporting

Die Green-Bond-Vorgaben verpflichten Zug Estates zu einem regelmässigen Reporting. Neben der Mittelverwendung soll darin beschrieben werden, wie sich die eingesetzten Mittel auf Natur und Umwelt auswirken.

Bis das Baufeld 1 mit einer Energiebezugsfläche von 29 190 m² fertiggestellt ist, werden die Emissionen aufgrund von Planwerten berechnet und mit Zielwerten gemäss SIA 2040 und dem Gebäudeparkmodell Schweiz verglichen. Sobald eine vollständige Abrechnungsperiode (jeweils April bis März) der tatsächlichen Verbrauchs- und Emissionswerte vorliegt, werden diese ausgewiesen.

Die Aufbereitung und Auswertung der Kennzahlen erfolgt durch das Institut für Gebäudetechnik und Energie IGE der Hochschule Luzern.

Zug Estates Green Bond Reporting 2020

Holzbau schlägt konventionelle Bauweise

Im Baufeld 1 wurden 1 060 m³ Holz aus der Schweiz verbaut. Holz hat im Vergleich zu anderen Baumaterialien zwei entscheidende Vorteile. Zum einen bindet das verbaute Holz Treibhausgase (CO2-Senke). Beim Baufeld 1 sind dies rund 964 Tonnen CO2. Zum anderen ist der Holzbau emissionsärmer als die konventionelle Bauweise, da die Herstellung von Baumaterialen wie Beton oder Mauersteinen, die Armierungen oder die Energie bei der Entsorgung CO2 freisetzen. Dies führte beim Baufeld 1 zu einer Einsparung von weiteren 742 Tonnen CO2.

Die Holzbauweise ist in der Gesamtrechnung etwas teurer als der konventionelle Bau. Ein hoher Vorfertigungsgrad und der effiziente Elementbau führen demgegenüber zu einer hohen Planungssicherheit und einer verkürzten Bauzeit, was eine frühzeitige Vermietung oder Veräusserung ermöglicht. Und nicht zuletzt spricht auch das angenehme Raumklima für Holz, zum Vorteil für unsere Mieterinnen und Mieter.