Zug Estates und WWZ Energie gehen gemeinsame Wege. (v. l.): Tobias Achermann, CEO Zug Estates Holding AG, und Andreas Widmer, CEO WWZ.


06.09.2018

Wärmeverbund Circulago

Ab 2020 wird die Überbauung Metalli mit Wärme und Kälte aus dem Wasser des Zugersees versorgt. Das strategische Ziel rückt näher: der CO2-freie Betrieb des gesamten Portfolios.

Circulago ist das zukunftsweisende Projekt zur Versorgung der Stadt Zug und Baar-Süd mit erneuerbarer Wärme- und Kälteenergie aus dem Zugersee. Die Überbauung Metalli wird ab 2020 mit Wärme und Kälte aus dem Wärmeverbund versorgt und fungiert zudem als Standort einer von mehreren im Stadtgebiet geplanten Quartierzentralen.

Der Wärmeverbund Circulago entspricht der Nachhaltigkeitsstrategie von Zug Estates. Die Wärme wird zu 85 Prozent und die Kälte zu 100 Prozent aus erneuerbaren Quellen gewonnen. Mit dem Anschluss der Metalli können künftig rund 780 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Mittelfristig will Zug Estates das gesamte Portfolio mit erneuerbarer Energie und ohne CO2-Emissionen betreiben. Dieses Ziel rückt hiermit in greifbare Nähe.

Das Projekt Ciculago

400 Meter vor dem Ufer der Stadt Zug wird auf einer Tiefe von 26  Meter Seewasser gefasst und über eine Leitung zur unterirdischen Seewasserzentrale transportiert. Dort wird die Energie des Seewassers, dessen Temperatur zwischen 4 und 8 Grad Celsius liegt, mittels Wärmetauscher an einen separaten Zwischenkreislauf übergeben. Diese kalte Fernwärmeleitung, welche im Microtunneling-Verfahren gebaut wird, führt die Energie in die Quartierzentralen. Hier wird Wärme (70 Grad Celsius) mittels Wärmepumpen erzeugt und an die angeschlossenen Liegenschaften verteilt; Kälte wird mittels Wärmeauscher direkt übertragen und verteilt.