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Christian Schnieper: Stadtarchitekt Zug

Als Jurymitglied beim städtebaulichen Variantenstudium zur Weiterentwicklung der Metalli vertritt Stadtarchitekt Christian Schnieper die Stadt Zug. Er erklärt, welche Rolle die Metalli bei der Stadtentwicklung einnimmt und was er sich für die Zukunft erhofft.

Wie sehen Sie die Entwicklung der Stadt Zug?
Die Stadt Zug wird sich im nächsten Jahrzehnt räumlich stark weiterentwickeln. In der geplanten Verdichtung der Stadt sehe ich eine grosse Chance. Dieses Wachstum gilt es als Motor für qualitative Verbesserungen zu nutzen.

Wo sehen Sie das grösste Verbesserungspotenzial?
Wir brauchen im ganzen Stadtgebiet mehr öffentlich zugängliche Plätze mit unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten. Des Weiteren sollen sich die Fussgänger viel besser und direkter durch die Stadt bewegen können. Auch müssen wir uns vom bis dato vorherrschenden Zonendenken verabschieden. Arbeiten, Wohnen, Freizeit- und Gastronomieangebote sollen wieder viel stärker durchmischt werden.

Welche Rolle spielt die Metalli in der Stadtentwicklung?
Die Metalli ist durch ihre Lage im Zentrum von Zug ein zentraler Baustein unserer Strategie zur Weiterentwicklung der Stadt. Das Resultat des städtebaulichen Variantenstudiums hat bereits in dieser relativ frühen Projektphase eine hohe Qualität und setzt unsere Anforderungen bezüglich Vernetzung, Aufenthaltsqualität der Freiräume, aber auch hinsichtlich Verdichtung nach innen vorbildlich um.

www.lebensraum-metalli.ch

Christian Schnieper

Christian Schnieper (41) hat einen Master of Architecture der Frank Lloyd Wright School of Architecture. Er arbeitete in Berlin und als selbständiger Architekt in Los Angeles, bevor er in Zug die Detail21 Architekten gründete. Seit 2015 ist er Stadtarchitekt der Stadt Zug und zeichnet für die Qualität des gebauten Lebensraums verantwortlich.