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Der Re-Start in der Suurstoffi

Nachdem aufgrund der Coronakrise auch in der Suurstoffi sämtliche Restaurants, das Fitnesscenter und der Coiffure-Salon geschlossen bleiben mussten, dürfen diese seit Kurzem wieder durchstarten. Ein Situationsbericht.

Hello World Suurstoffi

«Hello World»-Mitinhaber Ibi Alic vergleicht die Coronakrise gerne mit einer Grätsche im Fussball: «Seit gut einem Jahr sind wir mit unserem Restaurant erfolgreich unterwegs, alles läuft gut und auf einmal geht nichts mehr.» Mit der vorübergehenden Zwangsschliessung galt es für ihn und seine Geschäftspartner Kreativität an den Tag zu legen. Entsprechend wurde vom Partnerbetrieb in Baar aus ein Lieferservice angeboten, welcher auch von Suurstoffi-Bewohnern rege genutzt wurde. Täglich wurden demnach die im Web publizierten Menüs und Getränke an die Besteller ausgeliefert. Nebst länderspezifischen Wochenthemen standen ebenso frisch zubereitete Pizzen im Angebot, nachdem der Pizzaofen extra dafür von der Suurstoffi nach Baar verfrachtet wurde. «Der Delivery-Service lief gut,» meint Ibi Alic, «und wir werden ihn in unserem Angebot beibehalten, solange die Nachfrage da ist.» Unter Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregelungen wagte das Restaurant am 11. Mai 2020 den Neustart – die Gäste blieben grösstenteils aber noch fern. Die Ursache dafür vermutet Ibi Alic bei den ansässigen Unternehmen: «Die Verordnung von Homeoffice spielt uns natürlich nicht in die Karten. Wir sind froh, wenn die Mitarbeitenden der Suurstoffi-Firmen bald wieder in ihre Büros zurückkehren, damit wir sie am Mittag verköstigen können.» Bis dies soweit ist, arbeitet das «Hello World»-Team auch personell auf Sparflamme und bereitet sich positiv denkend auf den hoffentlich baldigen Ansturm auf ihre köstlichen Mittagsmenüs vor.

Creabeck

Mit dem Lockdown vom 16. März 2020 schloss die Creabeck den gesamten Restaurantbetrieb. «Da fast sämtliche Firmen in der Suurstoffi ihre Mitarbeitenden ins Homeoffice schickten und auch die Hochschule ihre Türen schloss, entschieden wir uns dazu, von einem Takeaway-Angebot abzusehen.» erklärt Sabine Fuhrmann, welche bei Creabeck für die Administration zuständig ist. Seit dem 8. Juni 2020 bietet die Creabeck nun wieder den gewohnten Service aus Restaurant- und Takeaway-Betrieb, allerdings mit einer minimierten Anzahl an Sitzplätzen und eingeschränkten Öffnungszeiten.

Coiffure Stocker

Bei Coiffure Stocker in der Suurstoffi 16 ist seit dem 27. April 2020 wieder Leben eingekehrt. Nachdem sechs Wochen nicht gearbeitet werden durfte, ist Inhaberin Beatrice Werren seither wieder mit Schere, Kamm und Föhn – vor allem aber mit vollem Elan am Werk. Sie hätte nie gedacht, dass die Coiffeur-Betriebe als eine der ersten wiedereröffnen durften: «Wegen der kurzen Distanz zum Kunden hatte ich eher erwartet, dass wir später zum Zug kommen würden.» Seit der Wiedereröffnung arbeitet die gebürtige Rotkreuzerin den ganzen Tag mit einer Maske, denn so sieht es das Konzept von Coiffure Suisse, dem Berufsverband der Coiffeure, vor. Für den Kunden gibt es ebenfalls Schutzmasken sowie Einwegschutzumhänge. Dass Coiffure Stocker nach dem Lockdown mit Terminanfragen überrannt wurde, versteht sich fast von selbst. «Es gab allerdings auch Kunden, welche den Lockerungen nicht ganz trauten und die gebuchten Termine auf spätere Zeitpunkte verschoben», weiss Beatrice Werren zu berichten. Und so verwendet sie aktuell noch sehr viel Farbe und schneidet mit jedem Zentimeter Haar jeweils einen stummen Zeitzeugen des Lockdowns.

ONE Training Center

«Wir haben uns sehr gefreut, unser Fitnesscenter am 11. Mai 2020 wieder für unsere Mitglieder zu öffnen», sagt Kilian Wigger, der Clubmanager ONE Rotkreuz in der Suurstoffi. Sämtliche 14 ONE Training Center in der Zentralschweiz wurden während der Lockdown-Phase geschlossen. ONE bot ihren Mitgliedern während der Phase der Schliessung einen vorübergehenden Time- Stop ihres Abos und eine Vielfalt an Kursen über das Online Fitnessangebot «ONETraining@home» an. «Die Zeit des Lockdowns haben wir genutzt, um Erneuerungs- und Unterhaltsarbeiten im Center durchzuführen. Zudem haben wir unsere Kolleginnen und Kollegen der Genossenschaft Migros Luzern – vor allem im Supermarkt – unterstützt, die während dieser Zeit intensiv zu tun hatten. Für viele war dieser Austausch eine tolle Erfahrung», erzählt Kilian Wigger. Der Re-Start verlief verhalten, die Unsicherheit der Kundschaft war spürbar, äussert sich der Clubmanager weiter: «Unsere Gäste haben aber schnell gemerkt, dass sie in einem sicheren Umfeld trainieren. Die Mitglieder und die Mitarbeitenden halten sich an die Massnahmen. Unser Schutzkonzept ist umfassend.» Auch für Group Fitness, den Wellnessbereich und das Kinderparadies, welche seit dem 8. Juni 2020 wieder offen sind, gelten spezifische Regeln. Kilian Wigger schaut demnach positiv in die Zukunft: «Wir spüren, dass die Gäste immer zahlreicher ins Training kommen. Und das freut uns!»