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Peter Hausherr: Spürbarer Impuls für die Gemeinde Rotkreuz

Die Suurstoffi ist Wohnquartier, Erholungszone und Arbeitsstätte in einem. Diese einzigartige Verknüpfung bildet das Fundament für Innovationen.

Herr Hausherr, wie würden Sie das Suurstoffi-Areal in Risch-Rotkreuz bezeichnen?
Das Suurstoffi-Areal, das im Vergleich zu anderen grossen Arealen im Kanton Zug erst relativ spät entwickelt wurde, hat die Gemeinde in den letzten zehn Jahren wesentlich geprägt. Die Entwicklung hat der Gemeindesehr viele Chancen geboten, und ich denke, wir haben diese beim Schopf gepackt.

Wie wichtig ist die Suurstoffi für die Gemeinde Risch und weshalb?
Das Suurstoffi-Areal ist für die Gemeinde Risch wichtig, weil die Gemeinde durch die neu erstellten Arbeits- und Wohnflächen einen spürbaren Impuls erfahren hat. Die Ergänzung der Suurstoffi mit dem Campus der Hochschule Luzern (HSLU) sowie dem Innovationspark der Zentralschweiz verstärken diesen Impuls, indem die Gemeinde auch zu einem Bildungsstandort geworden ist. Weiter konnte die Gemeinde eine Reihe von Firmen willkommen heissen, welche in die Suurstoffi gezogen sind.

Was verspricht sich die Gemeinde Rischvon der Suurstoffi, respektive wie «profitiert» sie von der Suurstoffi?
Die Gemeinde profitiert von der Suurstoffi, indem neuer, attraktiver Wohnraum und neue Arbeitsflächen erstellt wurden. Die Suurstoffi überzeugt durch ihr durchdachtes Konzept, das einen autofreien Innenraum vorsieht. Zudem ist das Areal CO2-neutral konzipiert. Darüber hinaus partizipiert die Gemeinde Risch an zusätzlichen Steuereinnahmen von natürlichen und juristischen Personen und auch am Mehrwert, der durch die Aufzonung des Areals entsteht. So leistet beispielsweise die Investorin, die Zug Estates AG, einen Beitrag von zwei Millionen Franken an die Erstellung der neuen Personenüberführung Ost.

Was macht die Suurstoffi so attraktiv?
Die Verbindung von Architektur, Durchmischung von Nutzungen, die Ergänzung mit der Hochschule, die regionale Verfügbarkeit von Fachkräften, ein gutes steuerliches Umfeld und auch der sehr gut erreichbare Standort tragen zur Attraktivität der Suurstoffi bei.

Welches sind aus Ihrer Sichtdie Leuchtturmprojekte in der Suurstoffi?
Hier gibt es einige zu nennen: Vorab das Energiekonzept «Zero-Zero», das eine CO2-freie Energie gewinnung vorsieht, ebenso wie die beiden Hochhäuser. Das Wohnhochhaus Aglaya wird durch seine Aussenraumgestaltung von weitem erkennbar sein. Der Campus der HSLU wie auch der Innovationspark Zentralschweiz sind ganz bestimmt auch als Leuchtturmprojekte zu nennen.

Was ist das Zukunftsweisende an diesem Projekt?
Ich denke die gute Zusammenarbeit zwischen Investor und Behörden, die Entwicklung der Suurstoffi über qualifizierte Wettbewerbsverfahren und der gezielte und bewusste Einsatz von Architektur haben dem Standort eine hohe Qualität verliehen. Letztlich ist die konsequente Sicherstellung einer hohen Qualität das zukunftsweisende Element der Suurstoffi.

Der Interviewpartner

Der Rischer Peter Hausherr ist seit 2009 Gemeindepräsident von Risch. Er ist im Vorstand von ZUGWEST, Leiter der kantonalen Arbeitsgruppe Gemeindepräsidentenkonferenz (GPK) und Stiftungsrat der Stiftung Rischer Liegenschaften.