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Green Bond Reporting

Zug Estates hat als erste Schweizer Immobiliengesellschaft einen festverzinslichen Green Bond emittiert. Am 19. Januar wurde ein zweiter Green Bond über CHF 100 Mio. begeben. Damit besteht das gesamte Anleihenportfolio aus auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Finanzierungsinstrumenten.

Philipp Hodel

19. Januar 2022

Green Bond Emission 2022

Die Unterlagen zur zweiten Green Bond Anleihe finden Sie hier:

Die Zürcher Kantonalbank und UBS AG agieren als Joint Lead Manager / Joint Bookrunner der Emission.

Mit der Emission des ersten Green Bonds wurde im September 2019 ein SPO Rating von vigeo eiris erstellt. Dieses SPO deckt das Baufeld 1 ab, welches ein Bestandteil des Suurstoffi-Areals ist.

Reporting 2020

Eckwerte 0.1%-Green Bond (2019-2025)

Volumen: CHF 100 Mio.
Laufzeit: 6 Jahre (02.10.2019-02.10.2025)
Coupon: 0.10%
Effektivzins: 0.174%
Kotierung: SIX Swiss Exchange AG
Valorennummer: 494 734 426

Mittelverwendung

Der Erlös dient der ausschliesslichen Refinanzierung ausstehender kurzfristiger Kredite im Zusammenhang mit der Erstellung dreier Gebäude auf dem Baufeld 1 im Suurstoffi-Areal in Rotkreuz. Die Gebäude, darunter das derzeit höchste Holzhochhaus der Schweiz, umfassen insgesamt 25 000 m² vermietbare Büro- und Gewerbeflächen und erfüllen höchste Nachhaltigkeitsanforderungen mit messbarem ökologischen Nutzen. Die zwei ersten Gebäude wurden im September 2019 fertiggestellt, das dritte im Sommer 2020.

Reporting

Die Green-Bond-Vorgaben verpflichten Zug Estates zu einem regelmässigen Reporting. Neben der Mittelverwendung soll darin beschrieben werden, wie sich die eingesetzten Mittel auf Natur und Umwelt auswirken. Die Aufbereitung und Auswertung der Kennzahlen erfolgt durch die Amstein + Walthert AG, Zürich.

Impact Energie und Emissionen im Betrieb

Einleitende Erläuterungen

Referenzszenario Gebäudeparkmodell Schweiz: Eine von weiteren Politikmassnahmen unbeeinflusste Entwicklung mit einer erwarteten autonomen Durchdringung von Gebäudetechnikmassnahmen und Effizienzfortschritten, die auch ohne zusätzlichen und verstärkte energiepolitische Instrumente umgesetzt würden.

Scope 1 umfasst alle unsere direkt durch Verbrennung verursachten Emissionen.

Scope 2 umfasst die mit eingekaufter Energie verursachten Emissionen (Elektrizität, Fernwärme).

Berechnungsperiode: 1. April 2020 bis 31. März 2021


Scope 1 und 2 ohne Mieterstrom

Das Baufeld 1 stösst im Betrieb ohne die Berücksichtigung des Mieterstroms ein Gramm CO2 pro Quadratmeter Energiebezugsfläche aus. Die laufende Optimierung des Energiesystems in der Suurstoffi führt dazu, dass die berechneten SOLL-Werte deutlich unterschritten werden konnten.


Scope 1 und 2 inklusive Mieterstrom

Die Auswertung der Energiekennzahlen inklusive Mieterstrom zeigen ebenfalls eine deutliche Unterschreitung der SOLL-Werte. Der Grund dafür liegt in einer Reihe von Pandemiemassnahmen wie beispielsweise einer Homeoffice-Pflicht und der temporären Schliessung des Campus Zug-Rotkreuz.

Tabelle


Kennzahlen im Detail

Situation

IST-Situation (2020)

Bezugseinheit

Total

EBF*

Mietfläche

Bezugsfläche [m2]

-

29'191

25'271

Brennstoffverbrauch 2020 [kWh resp. kWh/m2]

0

0.00

0.00

CO2-Äquivalent Brennstoff [kg resp. kg/m2]

0

0.00

0.00

Stromverbrauch Zug Estates (Allg. + Energiezentrale) 2020 [kWh resp. kWh/m2]

317'360

10.87

12.56

CO2-Äquivalent Stromverbrauch Zug Estates
[kg resp. kg/m2]

46

0.0016

0.0018

Mieterstrom [kWh resp. kWh/m2]

331'986

11.37

13.14

CO2-Äquivalent Stromverbrauch Mieter
[kg resp. kg/m2]

40'635

1.39

1.61

PV-Stromproduktion [kWh resp. kWh/m2]

-109'000

-3.73

-4.31

CO2-Äquivalent Eigenverbrauch [kg resp. kg/m2]

-16

-0.0005

-0.0006

CO2-Äquivalent Baufeld 1 (Zug Estates, Mieter, PV)
[t resp. kg/m2]

41

1.39

1.61

Veränderung Energieverbrauch [kWh]

Ab Periode 2021 darstellbar

*Energiebezugsfläche



Impact Biodiversität

Auf dem Baufeld 1 wurden über 26 000 Pflanzen (Stauden und Zwiebeln) sowie 34 Laubgehölze und Alleebäume eingesetzt. 86 einheimische und standortgerechte Pflanzenarten tragen zur Erhöhung der Biodiversität bei.

Impact Materialien

Im Baufeld 1 wurden 1 060 m³ Holz aus der Schweiz verbaut. Holz hat im Vergleich zu anderen Baumaterialien zwei entscheidende Vorteile. Zum einen bindet das verbaute Holz Treibhausgase (CO2-Senke). Beim Baufeld 1 sind dies rund 964 Tonnen CO2. Zum anderen ist der Holzbau emissionsärmer als die konventionelle Bauweise, da die Herstellung von Baumaterialen wie Beton oder Mauersteinen, die Armierungen oder die Energie bei der Entsorgung CO2 freisetzen. Dies führte beim Baufeld 1 zu einer Einsparung von weiteren 742 Tonnen CO2.

Die Holzbauweise ist in der Gesamtrechnung etwas teurer als der konventionelle Bau. Ein hoher Vorfertigungsgrad und der effiziente Elementbau führen demgegenüber zu einer hohen Planungssicherheit und einer verkürzten Bauzeit, was eine frühzeitige Vermietung oder Veräusserung ermöglicht. Und nicht zuletzt spricht auch das angenehme Raumklima für Holz, zum Vorteil für unsere Mieterinnen und Mieter.

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